Themen, die uns zur Zeit beschäftigen

13.01.2014

Seeregulierung

Die IGL befasst sich seit ihrer Gründung im Jahre 1981 mit der Lösung der Hochwasserproblematik am Lauerzersee.
Am 30. Mai 1983 wurde bereits eine erste Idee zur Verhinderung von Hochwassern bei der Schwyzer Regierung eingereicht. Mit einem ca. 1.7 km messenden Stollen und einem Durchmesser von 3 m vom “Bierkeller” am Lauerzersee Gemeinde Schwyz bis zur Einmündung der Seeweren in die Muota im “Langsteg” Gemeinde Ingenbohl sollte das Übel bei der Wurzel gepackt werden. Leider wollte sich die damalige Regierung – im Gegensatz zur heutigen – nicht mit dem Anliegen der Bevölkerung rund um den Lauerzersee auseinandersetzen.

Die Ursachen der Hochwasserereignisse der letzten Jahre lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Bedingt durch die Bautätigkeit, die zunehmende Versiegelung der Landschaft sowie die Klimaveränderung  gelangen immer grössere Wassermengen in immer kürzerer Zeit in den See. Die Auslaufverhältnisse dagegen haben sich in den letzten 30 Jahren dramatisch verschlechtert, sei es durch den Bau der Brücke beim Auslauf der Seeweren, die Verengung des Auslaufs durch die Stützpfeiler der Autobahn,  den Einlauf des Siechenbachs oder Aufschüttungen.

Die IGL hat zu dieser Problematik Studien erarbeiten lassen, von verschiedenen Seiten wurden Lösungen vorgeschlagen, doch es fehlte der politische Wille, etwas zu unternehmen. So sind seit der ersten Eingabe über 30 Jahre verstrichen!

Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 347/2013 vom 16.04.2013 unterbreitete der Schwyzer Regierungsrat dem Kantonsparlament einen Verpflichtungskredit für die erforderlichen Studien und ein Wuhrreglement. Am 27. Juni 2013 stimmte der Kantonsrat zwar mit 50:42 Stimmen dem Projektkredit zu. Das für die Freigabe der Fr. 800.000.- und die Aufnahme der Projektarbeiten nötige Quorum von 60 Stimmen wurde allerdings verfehlt. Dies, obwohl keine drei Wochen vorher ein Hochwasserereignis in der Grösse von 1999 die Bevölkerung am Lauerzersee schwer getroffen hatte.

Am 28. Juni 2013 wurde ein erstes, am 23. September 2013 ein zweites Postulat eingereicht. Darin wurden Regierung und Parlament aufgefordert, ihre Verantwortung in dieser Sache wahrzunehmen. Überdies konnten weitere Kantonsräte mit Fakten von der Notwendigkeit einer Lösung der Hochwasserproblematik überzeugt werden.

Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 934/2013 vom 15.10.2013 zum Thema der Regulierung Lauerzersee wurden die beiden Postulate beantwortet und für erheblich erklärt. In seiner Antwort kam der Regierungsrat zu folgendem Schluss: im Hinblick auf einen geordneten weiteren Verlauf erachtet es der Regierungsrat als wichtig, dass die umfangreichen und komplexen Anliegen und insbesondere die Bewertung durch neutrale, in die bisherigen Verfahren nicht vertieft involvierte Personen, vorgenommen werden soll. Er erachtet deshalb auch den Beizug externer Spezialisten als unumgänglich. Gleichzeitig ist sich der Regierungsrat der Bedeutung und Notwendigkeit einer offenen Kommunikation und Information und des frühzeitigen Einbezugs der verschiedenen Akteure in den Prozess der Projektentwicklung bewusst.

Bereits im November stimmte der Kantonsrat über den Beschluss des Regierungsrates ab. Zum Ergebnis berichtete der Bote der Urschweiz in seiner Ausgabe vom 21. November 2013: “Mal so, mal so. Noch Ende Juni hatte der Kantonsrat eine Lauerzersee-Sanierung bachab geschickt. Jetzt hat er sie wieder herausgefischt. Mit 87 zu 0 Stimmen”.

Nun warten wir darauf, im anlaufenden Prozess vom Regierungsrat zusammen mit weiteren Gruppierungen und Experten zur Mitwirkung eingeladen zu werden.

 

Nutzungsplanung Sägel/Lauerzersee

Das Umweltdepartement “Amt für Natur, Jagd und Fischerei” bot verschiedenen Institutionen und Gruppierungen die Mitwirkung in Arbeitsgruppen für die Erarbeitung der Nutzungsplanung Sägel/Lauerzersee an. Die IGL meldete darauf ihr Interesse an der Mitarbeit insbesondere in den Bereichen Besucherlenkung, Gewässer und Sägelstrasse an.

Nach diversen Sitzungen der Arbeitsgruppen Besucherlenkung, Sägelstrasse, Gewässer, Landwirtschaft und Amphibien konnte in der 3. Plenarsitzung vom 28.11.2013 zu allen Themen berichtet werden. Diese Berichte dienen der Weiterentwicklung des Nutzungsplanentwurfs im Rahmen des Auftrages der Arbeitsgruppen.
Der Nutzungsplan soll nun in die Anhörung und anschliessend in die öffentliche Auflage geschickt werden. Vor der öffentlichen Auflage ist eine Info-Veranstaltung für die Bevölkerung geplant. Die IGL wird weiterhin bereit sein, bei der Fortführung der Planung ihren Beitrag zu leisten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.